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Forschungsschwerpunkte die wir vermehrt unterstützen

Der Siftungsrat hat an seiner Sitzung vom 24.5.2016 entschieden, in den kommenden Jahren vermehrt Projekte zu folgenden Forschungsschwerpunkten zu unterstützen:

Forschungsschwerpunkte

Führungswechsel bei der Stiftung Pflegewissenschaft Schweiz 13.05.2013

Monica Fliedner heisst die neue Präsidentin der Stiftung Pflegewissenschaft Schweiz. Ihr Nachfolger als Präsident des Wissenschaftlichen Beirates ist Dr. Martin Lind.

Die am Inselspital in Bern tätige Monica Fliedner, MNS, wurde zur neuen Präsidentin des Stiftungsrates der seit 2005 tätigen Stiftung Pflegewissenschaft Schweiz gewählt. Sie übernimmt damit die Nachfolge von Helena M. Roth, MNS, MAE, welche den Stiftungsrat seit 2008 geführt hat und ihm weiterhin angehört. Monica Fliedner war seit 2008 Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirates der Stiftung. Ihre Nachfolge übernimmt Dr. phil. Martin Lind. Er wird damit ex officio auch Mitglied des Stiftungsrates.

Die Stiftung Pflegewissenschaft Schweiz wurde 2005 in Basel gegründet und unterstützt durch finanzielle Beiträge an Forschungsprojekte, wissenschaftliche Publikationen, Veranstaltungen und Nachwuchsförderung sowie Auszeichnungen für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten und Persönlichkeiten die systematische Weiterentwicklung des pflegerischen Wissens auf der akademischen Ebene und seine Anwendung in der Praxis.

Akademische Pflegewissenschaft unbestritten 26.01.2011

Eine limitierte Akademisierung der Pflege ist laut einer von der Stiftung Pflegewissenschaft Schweiz u.a. anlässlich der Luzerner Trendtage Gesundheit 2010 durchgeführten Umfrage unbestritten. Erwartet werden von der Pflegewissenschaft auf Universitäts- und auf Fachhochschulebene in erster Linie Grundlagenforschung zur Verbesserung der Pflege, der Qualität und der Gesundheitsversorgung generell, aber auch Beiträge zur Verbesserung der Kosteneffizienz im Gesundheitsbereich.

Während eine generelle Akademisierung der Pflege auch von den Pflegenden selbst skeptisch beurteilt wird, beurteilen Fachleute aus dem Bereich Gesundheitswesen eine gezielte Akademisierung auf Universitätsebene aufgrund der zunehmenden Bedeutung der Pflege als notwendig. 63% der befragten Teilnehmer der Fachtagung Trendtage Gesundheit 2010 betrachtete die Intensivierung der universitären Forschung als einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung sowohl der Pflege als auch der Kosteneffizienz. Nur gerade 16% lehnten jedgiche Akademisierung ab. Dieses Ergebnis ist gerade vor dem Hintergrund der von über 70% erwarteten Zunahme der Bedeutung der Pflege im Bereich der Gesundheitsversorgung von Bedeutung.

Rund 60% stimmen der Aussage zu, wonach der vieldiskutierte Pflegenotstand bereits eingetreten sei. Als wesentlichste Auswirkung wird von nahezu 75% eine Senkung der Qualität der Gesundheitsversorgung diagnostiziert. 68% sehen eine zusätzliche Erhöhung der Gesundheitskosten als Folge der zunehmenden Knappheit an Pflegenden. Eine Verbesserung der Attraktivität des Pflegeberufes wird unter diesen Umständen als zwingend beurteilt. Konsequenterweise erwarten denn auch 70% der Befragten von einer limitierten Akademisierung eine Steigerung der Attraktivität der Pflegeberufe, während nur gerade 19% eine negative Auswirkung auf die Kosten befürchten.

Mehr als nur Hilfsdienst am Krankenbett

Wesentlich wichtiger als die traditionelle Hilfstätigkeit am Krankenbett (64% Zustimmung) oder die Rolle als Partner des Arztes (78%) beurteilen die Befragten den Beitrag der Pflege im Bereich der Palliativ- und Langzeitbetreuung (98% und 97%). Sehr hohen Stellenwert mit über 90% Zustimmung erreichen auch die Begleitung von Patienten und Angehörigen im Sterbeprozess und bei chronischen Krankheiten. 88% versprechen sich von der Pflege einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung in der medizinischen Versorgung. 82% der Befragten sehen in der Rolle als Verbindungsglied zwischen Arzt und Patient eine wichtige Aufgabe. Auffallend ist hier eine besonders hohe Zustimmung von Befragten aus dem medizinischen Umfeld selbst. Mit lediglich 46% Zustimmung wird dagegen ein möglicher Beitrag zur Kostensenkung durch die Entlastung des Arztes von Routinetätigkeiten eher zurückhaltend gewichtet.

Neben der mit 99% unbestrittenen medizinisch-pflegerischen Kompetenz erwarten 98% von den Pflegenden soziale und 97% erzieherische Kompetenz. Nur gerade 17% stimmen dem traditionellen Rollenbild "Pflegen ist dienen" zu.

Divergenzen innerhalb der Pflege

Die nicht repräsentative Umfrage wurde unter den Besuchern der Luzerner Trendtage Gesundheit 2010 durchgeführt und deckt damt ein breites Spektrum von Fachleuten aus allen Bereichen des Gesundheitswesens oder Interessenten an diesen Gebieten ab. Die Ergebnisse sind nicht als statisitisch relevant, aber als klare Trendaussage von Interesse. Zu Vergleichszwecken wurde die weitgehend gleiche Umfrage auch unter den Teilnehmenden des Pflegberufsfachkongresses SBK 2010 durchgeführt. In den wesentlichen Punkten ergab sich Übereinstimmung. Abweichungen ergaben sich bei der Einstufung des Beitrages der Pflege, wo beispielsweise von den Pflegenden der Rolle im Bereich Gesundheitserhaltung und Prävention oder bei der Geburtshilfe wesentlich grössere Bedeutung beigemessen wurde als von der Aussenwelt. Höher eingeschätzt als von der Umwelt wurde dagegen das traditionelle Rollenbild "Pflegen ist dienen".

Erkennbar wurde der Trend, der noch der Vertiefung bedarf und der Zündstoff für Diskussionen innerhalb der Pflege selbst darstellen dürfte: Bezüglich Einstufung der Pflegewissenschaft und der Akademisierung besteht ein erkennbarer Graben innerhalb der Pflegenden selbst: je tiefer die Ausbildung, desto grösser die Sepsis gegenüber der Notwendigkeit einer akademischen Pflegeausbildung und -forschung. Hier besteht unverkennbar Aufklärungsbedarf.

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